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ADFORS verdoppelt Mitarbeiterspenden für Flutopfer

Von den schweren Juli-Überflutungen waren auch zwei deutsche Standorte von Saint-Gobain und damit eine größere Mitarbeiterzahl persönlich betroffen. Spontan riefen der Betriebsrat und die Geschäftsleitung der seit 2017 zum Saint-Gobain-Konzern gehörenden ADFORS Deutschland GmbH die Beschäftigten zum Spenden auf. Um die Spendenbereitschaft zu unterstützen, versprach das Mauerner Unternehmen, jeden Spendeneuro bis zu einem Betrag von 10.000 Euro zu verdoppeln.

Vom Pfingsthochwasser 1999 in Neustadt waren drei der damals 80 Mitarbeiter der früheren Kirson GmbH schwer betroffen. Insbesondere die älteren Kollegen können sich noch gut an die Schäden, die die drei Kollegen in ihren überwiegend neuen Häusern im Ortsteil Wöhr erlitten, erinnern. Das Unternehmen selbst war den Wassermassen, die es nur bis an die gegenüberliegende Straßenseite schafften, knapp entkommen. 1999 hatten die Geschäftsleitung, der damalige Hauptgesellschafter aus Fulda sowie einige Mitarbeiter zusammengelegt um den drei Mitarbeitern und ihren Familien etwas zu helfen.

Die ADFORS-Mitarbeiter konnten beim aktuellen Spendenaufruf entscheiden, ob sie direkt an eine gemeinnützige Organisation oder Bargeld spenden. Das Bargeld erhielt die Aktion Deutschland Hilft e.V., die die Mittel an die Flutopfer und Hilfsorganisationen in allen Gebieten Deutschlands verteilt. Dazu die 2. Betriebsratsvorsitzende Regina Schalk: „Wir wollten auch denjenigen helfen, die keinen starken Arbeitgeber wie Saint-Gobain im Hintergrund wissen, der verschiedene Möglichkeiten hat, betroffene Mitarbeiter schnell und unbürokratisch zu unterstützen.“ Insgesamt spendete die Belegschaft 6.100 Euro. Im Schnitt spendete somit jeder der rund 130 Mitarbeiter 47 Euro.

Einen Betrag in gleicher Höhe überwies das Unternehmen an Saint-Gobain hilft! Dazu Geschäftsführer Jörg Göhl: „Hierbei handelt es sich um einen Hilfsfonds, der schon vor vielen Jahren eingerichtet wurde um Saint-Gobain-Kolleginnen und Kollegen in Not zu helfen. Gespeist wird der Fonds normalerweise indem bei den monatlichen Entgeltauszahlungen die den letzten Euro übersteigenden Centbeträge einbehalten werden. Somit zahlt jeder der ungefähr 9.400 Saint-Gobain-Mitarbeiter deutschlandweit monatlich maximal 99 Cent in den Fonds ein.“

Regina Schalk und Jörg Göhl freuten sich, dass insgesamt 12.200 Euro gespendet werden konnten. Beide wünschen sich, dass die gemeinsame Aktion von Betriebsrat und Geschäftsleitung Nachahmer findet. Die Schäden durch die Juliflut seien gigantisch und sowohl den Kollegen im Konzern wie auch allen anderen Betroffenen sei zu wünschen, dass sie bald wieder ein normales und von finanziellen Sorgen freies Leben führen könnten.

Die 2. Betriebsratsvorsitzende Regina Schalk mit ADFORS-Deutschland-Geschäftsführer Jörg Göhl
Die 2. Betriebsratsvorsitzende Regina Schalk mit ADFORS-Deutschland-Geschäftsführer Jörg Göhl
Foto: Maria Ecker